Paso Finos zum Anfassen

21. Februar 2016, Sonntagmorgen – ein großer Tag steht bevor!! Heute fahren wir zum Reitzentrum „Marolles Pferde“ um 12 jungen Reitern die Paso Finos vorzustellen. Gleich zu Beginn wird es aufregend, denn ich werde meinen Hengst Pasaporte mitnehmen. Und es wird die erste Fahrt mit meiner neuen Stute Bailarina sein – und ihre erste Fahrt im Hänger mit meinem Hengst!!

Alles ist prima – die Pferde glänzen weil wir sie so intensiv geputzt haben. Sie sollen nur noch kurz auf die Paddocks während wir etwas essen. Aber wir haben die Rechnung ohne Pasaporte (kurz Passou) gemacht – unseren Helden der Missgeschicke. Er hat die Stunde damit verbracht durch den Paddock zu galoppieren um Bailarina zu zeigen was für ein toller und wilder Hengst er ist. Aber der wilde Hengst hat stark geschwitzt und deswegen beschlossen sich zu wälzen um sich abzutrocknen. Was für eine Katastrophe, wir müssen in 5 Minuten los und meine wunderschöner Hengst sieht aus wie ein paniertes Schnitzel. In Gedanken bringe ich ihn um ... Wir haben keine andere Wahl als ihn einzuladen und zu beten, dass er trocknet während wir unterwegs sind.

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Eine Stunde später kommen wir an. Alle jungen Reiter sind schon da und warten auf diese großartigen Pferde von denen sie schon so viel gehört haben. Zwei Boxen sind für uns im Stall hergerichtet – also nochmal putzen ...! Jeder wartet auf dasselbe: die Pasos zu sehen und möglichst auch zu reiten. Ich fange damit an, Passou in der Freiheitsdressur vorzustellen und den Rassestandard und die ganz natürliche vierte Gangart zu erläutern. Dann kommt eine kurze Einführung in das Sattel- und Zaumzeug, insbesondere das Bosal und seine Funktion. Jetzt ist Passou bereit, dass ich ihn reite und die unterschiedlichen Gangarten vorstelle. Er macht das sehr gut und arbeitet unter dem Sattel gut mit.

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Nun wollen die Zuschauer nur noch eines: meinen Platz einnehmen. Es wird Zeit Baila zu holen. Die Reiter teilen sich in zwei Gruppen und in der nun folgen- den Stunde erlebt jeder von ihnen eine kleine Sensation. Es macht richtig Spaß das bekannte „Paso Fino-Lächeln“ auf ihren Gesichtern zu sehen. Alle wollen öfter reiten, aber wir müssen auf die Pferde Rücksicht nehmen. Sie hatten einen anstrengenden Tag. Um diesen schönen Moment abzurunden, gibt Passou eine kleine Vorstellung von all den Dingen, die wir aus Spaß zusammen gel- ernt haben. Nun ist es Zeit nach Hause zu fahren. Wir haben aber versprochen wiederzukommen.

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Bericht und Fotos von Julie Targat (übersetzt von Barbelin van der Smissen)